Herren 1 – LSV Ladenburg ( 88:61 ) & TSV Ettlingen – Herren 1 ( 71:90 )

Der sprichwörtliche Knoten ist beim Oberliga Team des GSK nun endlich geplatzt. Nachdem man wochenlang, oft auch unglücklich, Niederlage um Niederlage einstecken musste gelang Mittwoch abends gegen Ladenburg der lang ersehnte erste Sieg.

Nicht unwichtig war hierbei die Tatsache, das mit Matthias Felsch und A.J. Gold zwei Studenten der HS Pforzheim neu zum Team dazu stießen. Die beiden gaben den Kelternern endlich die langersehnte Tiefe zurück, die für das schnelle Spiel über 40 Minuten, das den Aufsteiger in der vergangenen Saison so stark machte, von Nöten ist.
Und so brachten die Hausherren von Anfang an 110% aufs Spielfeld und überrannten die völlig konsternierten Gäste bereits  im ersten Viertel nach allen Regeln der Kunst. Da das  Spiel nach einem Viertel (25:7) quasi schon gelaufen war, konnte sich der GSK erlauben über den Rest des Spiels taktische Kniffe, speziell defensiv zu erproben. Der erarbeitete Vorsprung wurde trotzdem nie in Bedrängnis gebracht, im Gegenteil, die Kelterner brannten endlich mal wieder ein offensives Feuerwerk ab und setzten sich im Spielverlauf immer weiter ab und landeten einen fürs Selbstvertrauen extrem wichtigen Kantersieg (88:61)

Bereits 3 Tage später ging es samstags dann nach Ettlingen. Dort wartete mit dem Tabellenzweiten TSV ein echter Hochkaräter auf die Sterne. Doch nicht nur angesichts der Tabellensituation war es ein Spiel der Gegensätze. Auf der einen Seite die Ettlinger, die deutliche Größenvorteile hatten, allerdings aber auch durchweg älter besetzt waren.  Auf der anderen Seite die jungen Kelterner, die darin ihren Vorteil zu wissen schienen: Schnelligkeit. Das Ziel der Gäste war also von vornherein klar: das Tempo des Spiels möglichst hoch zu halten, immer in der Hoffnung, dass der TSV dieses irgendwann nicht mehr mitgehen kann.

Zu Beginn kam es allerdings anders: Immer wieder punkteten die Hausherren über ihre beiden großen Center, die gemeinsam letztlich mehr als zwei Drittel der Ettlinger Punkte erzielen sollten. Im eins gegen eins waren sie von den Kelternern schlichtweg nicht zu verteidigen. Dennoch war man nach einem ausgeglichen ersten Viertel auf hohem Niveau noch komplett im Spiel – 22:23 aus Kelterner Sicht. im zweiten Viertel erzwang man dann durch aggressives Doppeln gegen die Center immer wieder Ballverluste oder zumindest, dass der TSV auch mal seine Flügelspieler ins Offensivspiel einbinden musste. Angesichts deren Wurfschwäche und exzellentem Rebounding gelang es den Gästen Richtung Halbzeit dem TSV ihr Tempo aufzuzwingen. Immer öfter lief man schnelle Fastbreaks und kam so zu einfachen Punkten, der Vorsprung wurde schnell zweistellig, bis zur Pause verkürzten die Ettlinger aber wieder auf sechs Zähler (46:39). Direkt nach Wiederanpfiff  gelang es den Ettlingern ein letztes Mal das Spiel ein wenig zu verschleppen und auf einen Zähler heranzukommen, ehe die Sterne den Nachbrenner zündeten. Ab diesem Zeitpunkt kam die Fastbreak-Maschinerie der Kelterner endgültig ins Laufen – die Hausherren wurden im dritten Viertel binnen 8 Minuten vollständig demontiert und in ihre Einzelteile zerlegt, die Führung wuchs teilweise auf astronomische 30 Punkte und mehr an. Zum Ende hin wurde dann ein wenig lockerer gespielt, angesichts der deutlichen Führung und spürbaren Erleichterung verzeihbar. So konnte der TSV noch ein wenig Ergebniskorrektur betreiben, das Spiel endete dennoch mit einem äußerst souveränen 19 Punkte Sieg (90:71) und der Erkenntnis, dass der GSK auf dem Weg ist, dem Tabellenkeller Lebewohl zu sagen. Im Falle eines Sieges gegen Tabellennachbar Lörrach nächste Woche, würde man den letzten Platz in jedem Fall verlassen.

Es spielten:
Dorian Simon (19), Patrick Heger (2), Malte Baral (20), Tillmann Tronser (43), Dominik Bischoff (20), Valentino Abenia (20), A.J. Gold (28), Matthias Felsch (16), Chris Koch (8), Simon Merk, Robert Braun (2), Stefan Jung ; Coach: Heather Karner

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